Bootstour September 2014 - Joeludwig

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Bootstour 2014

08.09. -12.09.2014




Hauptdarsteller:


Andy, Schmiddi, Haui, Dennis, Thommi und Jörg

Bildmaterial bereitgestellt von Dennis, der mit seinem kompletten Equipment unterwegs war. Mehr unter Dennis Köhler Fotographie




Unser diesjähriger Törn begann wie so oft, vor unserem "Zentrallager", der Garage von Andy, wo wir in den Wochen
zuvor nach und nach unsere Utensilien gesammelt hatten.
Pünktlich um 0930 MEsZ waren alle eingetroffen und wir verstauten alles in die PKW und den Klau-Fix von Haui.
Klau - Fix ist sein kleiner Anhänger, mit dem wir auf der Autobahn noch unseren Spass haben sollten.
Der Hänger hatte nämlich einen Plattfuss, Gott sei es gedankt, war aber ein Ersatzrad vorhanden.

Ansonsten verlief die Anfahrt zum diesjährigen Vercharterer aber reibungslos und wir trafen gegen 14:00 Uhr
bei de Driesprong in Langelille
ein.

De Driesprong ist sehr empfehlenswert und wir überlegen schon, ob wir auch nächstes Jahr dort chartern.
Zu gleichen Zeit, aber auf einem anderen Boot, hatte die uns aus alten Tagen bestens bekannte Fahrradtruppe um Jürgen
ein Boot gechartert. Die Jungs waren schon vor uns eingetroffen, und so wurden wir von ihnen mit einer Dose
Heineken in der Hand begrüßt.
Nachdem das Boot übernommen war und alle Dinge des täglichen Lebens an Bord verstaut waren, folgte die
obligatorische Einweisung durch einen Mitarbeiter von De Driesprong.

Dann hieß es: Leinen los und mit "Manövriertriebwerken" aus dem Hafen fahren.

Navigiert wurde wieder mit der Software von Stentec, allerdings hatte ich mir die neue Version "WIN GPS 5 Navigator"
bestellt. Sehr gutes Programm mit allen Features des Vorgängers, aber mit verbesserter Törnplanung und einigen anderen Neuerungen. Näheres unter dem folgenden Link:  Stentec WIN GPS 5.


Unser Boot, die Hendrik Wouter.
Technische Daten:

                                   Länge        14 mtr
                                   Breite     4,15 mtr
                              Tiefgang   1,10 mtr
                               Motor  159 PS Diesel
                    Verbrauch  6 ltr. pro Stunde
Dieseltankinhalt  750 ltr
Wassertankinhalt  750 ltr.
Schlafplätze  10-12
Dusche  1
Toilette  2



Die diesjährige Tour sollte uns durch den westlichen Teil Frieslands und Overijjsel führen, wobei wir so schöne Städtchen wie Urk und Blokzijl besuchten.

Hier die komplette Übersichtskarte:


 
 
 



Montag:


Gegen 15:30 starteten wir in Langelille und unser erstes Stück führte uns über den Pier Christiaanssloot in das Tjeukemeer.
Vor der Einfahrt ins Tjeukemeer galt es, den ersten Obulus für die Passage durch die Pier Christiaanbrug zu begleichen.
Für 2 € wurde uns die Brücke geöffnet und bei strahlendem Sonnenschein (das gilt übrigens mehr oder weniger für alle Tage) fuhren wir Richtung Nord-Ost auf Scharsterbrug zu,immer der Betonnung folgend.

Derweil brachten Dennis und ich die Flagge und die Sat-Schüssel an.


 



Über den Skarster Rien gelangten wir in den Langwarder Wielen, einem etwas kleineren See als das Tjeukemeer.
Auf der Langwarder Feart querten wir den Prinses-Margriet-Kanal und fuhren das letzte Teilstück für heute bis kurz
vor Sneek ins Swarte Brekken.
Hier suchten wir uns an einer Mülltonneninsel für heute nacht eine geeignete Anlegestelle, von wo wir noch abends  den Wurm baden wollten :-))


Unser Liegeplatz für die Nacht....


 
 



Dienstag


Heute wollten wir eigentlich über das Ijsselmeer nach Enkhuisen fahren, denn ein besonderes Feature bei der neuen
Navigationssoftware ist, dass sie äusserst exakt eine Wetterprognose erstellen kann.
Bei angegebenen 6-8 Knoten Windgeschwindigkeit aus Nordwest wollten wir es nach über 12 Jahren Bootstouren endlich mal wagen!
Aber dazu später mehr.
Bei der Vorbereitung des Frühstücks stellten wir fest, dass unsere 230 V. Stromversorgung den Dienst eingestellt hatte.
Da wir unter Anderem vergessen hatten, die Zapfanlage über Nacht auszustellen, gingen wir davon aus, das einfach die Versorgungsbatterie leer wäre und sie sich während der nächsten Stunden Fahrerei schon wieder aufladen würde.
Glücklicherweise hatten wir ein Stromaggregat an Bord und somit konnten wir trotzdem Kaffee kochen.

So legten wir nach dem Früstück ab und machten uns auf die Reise Richtung Prinses Margriet Sluis, die uns in das Ijsselmeer befördern sollte.

Zuerst ging es etwa 2 km über den PM-Kanal, bevor wir hart Steuerbord in den Johan Friso Kanaal einbogen.
Vom Heeger Meer fuhren wir über den Waldseinster Rakken bis Woudsend und weiter über das Sloter Meer bis Sloten.
Leider mussten wir währenddessen feststellen, daß sich unsere Batterie nicht auflud.
Nach kurzer Diskussion über das weitere Vorgehen diesbezüglich entschlossen wir uns, den Vercharterer anzurufen um uns Rat einzuholen.
Nachdem wir das Problem erläutert hatten, machten wir mit einem Mitarbeiter von De Driesprong einen Treffpunkt aus.
Als wir den Langesleat Richtung Brücke befuhren, sahen wir ihn schon am Straßenrand neben der Brücke auf uns warten.
Wir legten an und der Monteur kam an Bord.
Nach kurzer Schadensanalyse stellte er fest, daß die Steuerelektronik des Ladegerätes aufgrund unseres Stromverbrauchs während der Nacht wohl in den Notbetrieb gegangen war und resetet werden musste.
Er zeigte uns noch was wir machen müssten, wenn das Problem nochmals auftaucht und wünschte uns eine gute Weiterfahrt.
Danach setzten wir unseren Törn fort.



Fotogalerie zum Dienstag morgen:


Wie Eingangs erwähnt, wollten wir ja nach Enkhuisen!
Die ersten Kilometer auf dem Ijsselmeer versprachen aber schon eine "bewegende" Überfahrt.
Trotzdem das mit der Angabe 6 - 8 Knoten Windgeschwindigkeit wohl hinkam, bauten sich die flachen Wellen aber zu einem nicht gerade ruckelfreiem Problemchen auf.
Ausserdem machte der Wettergott mit seinen Ankündigungen - zwischenzeitlich etwas Regen - und dadurch Windböen ernst und wir entschieden uns umzukehren und über ruhigere Wege kurzerhand das kleine Städtchen Urk anzulaufen.

WIEDER NIX MIT IJSSELÜBERQUERUNG !!!
Na ja, man kann ja auch anders Spass im Leben haben, Gelle?!?

Nachdem wir schadlos die Rückfahrt bis zur Friese Sluis bei Lemmer überstanden hatten, schleusten
wir 6m runter in die Lemstervaart Richtung Emmeloord und weiter über die Urkervaart bis zur Urkersluis.


Die Fahrt bis Urk



Mittlerweile war es weit nach 17:00 Uhr und erfahrungsgemaß sind zu diesem Zeitpunkt die Liegeplätze recht rar in Urk.
Trotzdem ergatterten wir einen fantastischen Platz direkt am Kai gegenüber der Fischerboote.
Nachdem wir festgemacht hatten, kredenzte unser Smut Haui ein opulentes Mal und natürlich wurde noch das ein oder andere Bierchen verzehrt.


Nachfolgend einige Impressionen des Städtchens und des Hafens....




 



Mittwoch


Da wir die letzte Nacht im Hafen lagen, haben wir uns Strom von Land gelegt, so dass die Probleme mit der Stromversorgung über die bootseigene Batterie nicht mehr auftraten.
Nachdem alle ihre morgendliche Toilette absolviert hatten, wurde ausgiebig mit Rührei, welches uns Haui kredenzte,
gefrühstückt.
Zwischenzeitlich machte sich aussen am Boot der Hafenmeister bemerkbar, er wollte die Liegegebühr für letzte Nacht kassieren!
Das geschah so gegen 09:00 Uhr, wären wir früher losgefahren, wäre der gute Mann wohl ohne Einnahmen von uns
geblieben.

Nach dem Ablegen befuhren wir ein kleines Stück des Ijsselmeeres, da wir nicht wieder über die Urkervaahrt weiter wollten.
Es ging Richtung Ketelmeer. Die etwa 8 km bis hierhin verliefen reibungslos, kaum Wind und keine
Wellen!
Auch dieser kleine "Ableger" des Ijsselmeeres hat seine Tücken und somit befuhren wir die betonnte Fahrrinne bis zur Mündung der Ijssel.
Kurz vor Kampen passierten wir die 1000 km Marke des Rheins und seiner fortführenden Wasserwege, und selbstverständlich wurde ein Manöverschluck fällig.
Entlang der Ijssel schipperten wir bis Kampen und bogen dann in die Ganzendiep Richtung Vogeleiland
ab.
Passend zur Mittagspause der Schleusenwärter in ganz Holland trafen wir um kurz nach 12:00 Uhr an der Ganzensluis ein.
Die Zwangspause nutzten wir für einen Kleinen Zwischensnack zur Mittagszeit, selbstverständlich erschaffen durch Haui!


.. Die Ganzensluis während der Pause...

...Der Snack während der Pause...




Frisch gestärkt befuhren wir nun die Ganzendiep und den Schleepvaartgat bis Vogeleiland, um von dort aus über das Örtchen Zwartsluis und dem Beulaker Wijde, einem etwas größeren See, nach Blokzijl zu gelangen, unserem heutigen Ziel.
Zwischendurch machten wir noch einen kleinen Abstecher bis Giethoorn, wo wir die Kollegen trafen, die dort schon im Passantenhafen festgemacht hatten um die Nacht hier zu verbringen.




Im Folgenden einige Impressionen des Nachmittags:


 



Donnerstag:

Blokzijl ist immer eine Reise wert, so auch dieses Jahr.

Der wunderschöne Hafen, um den das kleine Örtchen herumgebaut wurde, läd förmlich zum Übernachten ein.
Auch in der vergangenen Nacht hatten wir uns Landstom besorgt, somit keine Probleme mit der Stromversorgung.
In meinen vorhergegangenen Berichten hatte ich schon ausführlich mit Bild und Text über die Ortschaft berichtet, somit
erspare ich mir die Dokumentation an dieser Stelle.
Morgens wurden natürlich, wie immer, die Rituale zelebriert und Andy besorgte die Brötchen für das Frühstück.
Eingeplant war für heute nachmittag, dass wir den Hafen des Vercharterers anlaufen, um morgen früh zeitig das Boot
zu übergeben.
Da wir noch einiges an Betriebsstunden auf den Zähler bekommen wollten, nahmen wir nicht den direkten Weg.
Wir bauten den kleinen Schlenker über Vogeleiland und Zwartsluis nochmal in den Fahrplan mit ein und fuhren dann
über die Kalenberger Gracht und Jonkers of Heloma Vaort bis nach Langelille zum Heimathafen der Hendrik Wouter.
Etwa 15 km vor unserem Ziel stießen wir auf die andere Truppe und der Rest des Weges wurde zusammen absolviert.
Im Hafen von De Driesprong angekommen, wurde angelegt und zusammen mit der anderen Crew bei dem ein oder
anderen Bierchen über die Erfahrungen der letzten Tage gesprochen.


Zum Abschluss sind in der Slideshow noch ein paar Bilder vom letzten Tag zu sehen:



Freitag

Früh morgens wurde "Klar Schiff" gemacht.
Alles zusammengerödelt und gut verpackt sind die Fahrzeuge und der Hänger beladen worden.

Wie immer wurden auf der Rückfahrt schon mal Pläne für´s nächste Jahr geschmiedet.

Wohin es uns dann verschlägt werden wir sehen!
Bis dahin und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel

Joe Ludwig


PS: wie immer gilt: die Schreibfehler die ihr findet, könnt ihr behalten!!!! :-))


 
 
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